nur wegen dir

02/05 - 105 Music

Mit mit seiner neuen CD Nur wegen dir knüpft der Hamburger Sänger Stefan Gwildis an sein Erfolgskonzept von Neues Spiel an. Doch die eigenständige Umsetzung von Soul-Kassikern in deutscher Sprache ist ihm diesmal nicht durchwegs so leichtfüßig und stimmig gelungen, manchmal hapert es an den Sprachbildern, manchmal aber auch an Stimmphrasierung und Arrangement. Und genau davon lebte das einheitlich gestaltete Vorgänger-Album. Überzeugend sind der druckvolle, fett klingende Bläser-Opener „Das kann doch nicht dein Ernst sein“, frei nach „I heard It Through The Grapevine“ von Marvin Gaye, und der Titelsong „Nur wegen dir“, eine gefühlvolle Adaption von Van Morrisons „Brown Eyed Girl“. Von der schönen, zärtlichen und einfühlsamen Intonation leben auch „“Nur in meinen Gedanken“ („“Just My Imagination“) und „Du bist so wundervoll“ („You‘re So Beautiful“).

Musikalisch viel überraschender sind jedoch die vier Eigenkompositionen (mit Texter Michy Reincke) unter den insgesamt 14 Songs, vor allem das sanfte „Grosse Freiheit“ und das vom Philly-Sound inspirierte „Mama mag ihn“. Somit scheint Gwildis künftig der künstlerische Spagat zwischen Eigenem und Fremden auf die Fahnen geschrieben. — Ingeborg Schober

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